Für mehr Flexibilität im Kopf am Strand

Es ist schon so eine Sache mit den digitalen Nomaden, da haben sie schon die Möglichkeit von überall zu arbeiten, tun es aber in den wenigsten Fällen. Ich glaube es ist eine Kopfsache, man hat halt sein Büro oder Coworkingspace wo man die Kollegen und Coworker trifft, man setzt sich Meetings und hat Telefonkonferenzen. Aber in den seltensten Fällen fährt man einfach mal nach Mallorca um Arbeit in entspanntem Flair zu genießen oder bereist die Welt mit Rucksack und MacBook!

Dabei würde es uns allen gut tun über Grenzen von Arbeit, Freizeit und Urlaub nachzudenken. Die Welt dreht sich in Sachen Medien immer schneller und nicht selten gibt es drängende Anliegen die auch zu Zeiten wo vorher Freizeit angesagt war erledigt werden müssen. Ich meine damit nicht das man den geplanten Urlaub absagt, weil die Agentur ein paar Pitches mehr absolvieren muss, sondern das Kunden- und Kandidatenkommunikation heute stattfindet wenn diese Feierabend haben und z.B. Zeit haben auf Facebook zu surfen. Von der Kommunikation mit Geschäftspartnern in anderen Zeitzonen ganz zu schweigen.

Wird also der Begriff von Arbeit und Freizeit immer fluider, braucht es einen anderen, modernen Habitus. So habe ich mir schon gestern vorgenommen zum einen das Wetter zu genießen und meiner Arbeit nachzugehen. Ich schreibe Zeilen auf der iOS WordPress App (die übrigens großartig ist) und schaue auf die Ostsee in Timmendorf.

20120725-165159.jpg

Als ich vorhin ein paar Telefonate führte samt MacBook auf dem Schoß, haben mich die Urlauber die an der Promenade vorbeigingen schon mit einigen Fragezeichen angeschaut.

„Kann der nicht abschalten? Was seine arme Frau wohl denkt? Workaholic!“

Ich gebe zu ich hätte auch einfach Fachliteratur lesen können (wäre nicht so aufgefallen wie ein mit Startupstickern beklebter MacBook), aber warum mich einschränken für ein paar schräge Blicke?

Übrigens war meine Frau die größte Supporterin heute, sie kann das Wetter genießen und weiß das ich nicht nur auf meinem iPhone herumdaddele sondern arbeite. Und da ich mein Arbeitspensum diese beiden Tage mit einigen Breaks gut zwischendurch erledigen kann, wie z.B. auf der Fahrt zum Timmendorfer Strand in normalerweise sinnlosen Wartezeiten in Staus, hat auch meine Tochter etwas von mir.

Nicht das das Standard wäre und nicht das ihr denkt meine Tochter kann nur mit ihrem Papa am Strand spielen wenn er gerade einen
Blogpost fertiggestellt hat, ich nehme mir natürlich Urlaub und auch gedehnte Auszeiten wo die Familie im Vordergrund steht. Aber wenn man es einrichten kann, warum nicht beides kombinieren?

Ich bin für mehr Flexibilität am Strand im Kopf, es würde vieles einfacher machen. Arbeit würde mehr Spaß machen, die Familie hat mehr von einem und die Work-Life-Balance, ja braucht es die dann noch?

Ich gehe jetzt nochmal Baden in der Ostsee, die Arbeit ist ja getan!

Share Post :

More Posts

3 Comments

  • Foerdegirl
    27. Juli 2012 at 09:40  - Reply

    Genau, endlich das gute Wetter am Strand nutzen! Aber wie verhindert man, dass die Geräte später voller Sand sind und geklaut werden? Das ist der einzige Grund, warum ich z.B. mein Notebook nicht mitnehme… :-/

    • Jormason
      27. Juli 2012 at 14:50  - Reply

      Hey Foerdergirl,
      ach naja, das mit dem MacBook Foto war ehrlich gesagt gestellt. Am Strand direkt bin ich eher mit dem iPhone unterwegs gewesen, für längere Sessions habe ich mich auf eine Parkbank an der Promenade zurückgezogen!
      (;

Schreibe einen Kommentar