Startup’s pitchen in Basel

Das Startup Pitch Training im Stellwerk in Basel, war meine erste Fly-In Buchung seit dem Start von ffluid. Eingeladen hat mich Frank Lemloh, seines Zeichens Euphorieermöglicher und Leiter des Stellwerks. Ich trainierte mit den Teilnehmern des in zwei Wochen stattfindenden Startup Weekends in Basel, wie man die eigene Geschäftsidee am erfolgreichsten vorstellt.

Die Erinnerungen die ich an Basel habe, sind durchweg positiv. Die geschichtsträchtige Stadt am Rhein in direkter Nähe an Frankreich und Deutschland hat mich schon bei meiner Social Recruiting Tour für die Careerplus fasziniert. War ich 2012 noch im ehrwürdigen und noblen Hotel Le Trois Rois, dass eher Old Economy ausstrahlte, war ich nun sehr gespannt darauf wie die Kreativwirtschaft in Basel im Stellwerk arbeitet.

Frank vor dem Eingang des Stellwerks in Basel
Frank vor dem Eingang des Stellwerks in Basel

Ich wurde nicht enttäuscht, denn Frank, der vor zwei Jahren neuer Geschäftsführer des im alten SBB-Bahnhofgebäudes der ehemaligen Station St. Johann untergebrachten Stellwerks wurde, gab mir eine äußerst charmante Einführung. Auf drei Etagen haben über 25 Architekten, Designer, Goldschmiede, Möbeldesigner, Journalisten eine PR-Agentur, eine Web-Agentur, ein Internet Startup, Künstler Musiker und Autorinnen ihren Coworking-Platz aufgeschlagen. Die Mieten für die Gründer werden mithilfe der Jacqueline Spengler Stiftung und der Christoph Merian Stiftung subventioniert, die Idee ist den Schaffenenden der Kreativwirtschaft in Basel einen Ort zu geben, an dem sie sich ausprobieren und wachsen können. Hinzu kommt, dass Frank durch seine langjährige Erfahrung als Existenzgründungsberater mit wertvollem Coaching unterstützt und seine Schützlinge mit Kunden, Experten und Partnern vernetzt.

Besonders fasziniert hat mich die Geschichte der silber AG, die mit ihrem Produkt Yohann ein wunderschönes und hochfunktionales iPad-Stand entwickelt haben. Nur zwei Wochen vor meiner Ankunft wurde die Kickstarter Kampagne erfolgreich abgeschlossen, die mit 275% Erfüllung voll durch die Decke ging. Aber auch mit dem Designer-Ehepaar Simone die mit Designschnee selbständig ist und Christoph der die Belchengruppe gründete kam ich ins Gespräch. Christoph erzählte mir, woher der Name seines Unternehmens kommt, denn es gibt jeweils einen als Belchen benannten Berg im Jura, im Schwarzwald und in den Vogesen. Und da Christoph sich schwer mit dem Produktdesign von Uhren beschäftigt, ist die Geschichte faszinierend, dass die Gipfel der Belchen von den Menschen schon vor Jahrtausenden als Sonnenkalender genutzt wurden. So ist die Belchengruppe eines der ältesten Zeitmesser in Europa, faszinierend.

Dann machten Frank und ich noch die Stadt unsicher und landeten im unternehmen mitte, quasi dem Wohnzimmer der Basler direkt neben dem Rathaus. Timm Wienberg, Geschäftsführer des Kaffeehauses im unternehmen mitte, lud uns nach dem Workshop im Stellwerk noch auf einen Kaffee ein. Er führte uns durch die beeindruckenden Räume des Hauptgebäudes der ehemaligen Schweizerischen Volksbank. Das unternehmen mitte besteht aus Café, Bar, Eventräumen, Catering-Betrieb und Coworking Space. Was die Philosphie des Hauses und der Unternehmung angeht, gefällt mir dieses Zitat der Gründer besonders gut: “ (…) wir können Momente der Bedingungslosigkeit zu schaffen. Unser Kaffeehaus ist ein Raum, in dem Menschen sich aufhalten können, ohne etwas zu müssen. (Quelle: brandeins)“  Jeder darf hier rein, sich einen Kaffee bestellen und den ganzen Tag verweilen, wenn dies gewünscht ist. Ein wirklich schöner Raum der da geschaffen wurde, und der Kaffee ist der Hammer.

Timm Wienberg vor dem Erinnerungsfoto der Aktion mit den 8 mio. Fünferli
Timm Wienberg vor dem Erinnerungsfoto der Aktion mit den 8 mio. Fünferli

Der Spirit der mitte Gründer ist gespeist von einer bewegten Geschichte zwischen Kulturraum und Hausbesetzung. Der Gedanke des bedingungslosen Grundeinkommens führte zu einem spektakulären Projekt. Vor gut einem Jahr organisierte das unternehmen mitte eine Performance auf dem Bundesplatz vor der schweizerischen Nationalbank in Bern. Es wurden 8 Millionen Fünferli (5 Rappen Münzen) für jede Schweizerin und jeden Schweizer einen, also insgesamt 15 Tonnen Münzen ausgeschüttet. Diese lagen nach der Aktion dann noch in dem alten Tresorraum im Keller im unternehmen mitte.

Es war also ein ereignisreicher Besuch in Basel und ich würde mich sehr freuen in Bälde wieder dort zu sein. Auch wenn ich nicht beim Startup Weekend dabei sein kann, weiß ich doch es werden einige gute Ideen gepitcht werden. Wenn ihr es also einrichten könnt, ab nach Basel ins Stellwerk zum Startup Weekend. Es folgen mein Slides zum Thema Pitching:

Startup Pitch Training im Stellwerk Basel (10.10.2014) from Jörn Hendrik Ast

Das Dachgeschoss im Stellwerk
Das Dachgeschoss im Stellwerk
Der Tresorraum im unternehmen mitte
Der Tresorraum im unternehmen mitte
Eingang zum unternehmen mitte
Eingang zum unternehmen mitte

 

Stellwerk Terrasse
Stellwerk Terrasse

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