Was Verletzlichkeit mit Erfolg zu tun hat

Als Supporter der Digital Media Women, freute ich mich sehr auf den ersten Themenabend des Berliner Quartiers der Digital-Damen diese Woche Dienstag. Zusammen mit männlicher Verstärkung durch Herrn Schmutte, betrat ich die Räume unseres Gastgebers im Nokia Haus. Wie man Karriere macht als Frau, warum frau das Frausein nicht verstecken sollte und warum Verletzlichkeit der Schlüssel zum Erfolg ist, all das lernte ich an und durch diesen Abend.

Die beiden Speakerinnen Carolina und Jennifer erörterten diese Fragen mit sehr authentischen und erfrischenden Vorträgen. Sehr Lobenswert fand ich die Initiative der sogenannte 19%-Group die sich innerhalb von Nokia gebildet und sich dem Thema Diversity verschrieben hat. Die Prozentzahl zählt den Frauentanteil im Hause und das kam laut Carolinas Ausführungen bereits beim Vorstand an und findet feste Unterstützung. Gut so, möge die Kollaboration mit den #DMWb die Aufmerksamkeit weiter erhöhen.  

„Sei aufmerksam und schaffe eine Atmosphäre der Aufmerksamkeit“, lautet Jennifers Rat. Wenn Männer sich ungehindert wie Alpha-Männchen verhalten und ihre Stereotypen pflegen können, werde sich nie etwas ändern. Sie hat sich deshalb angewöhnt die Dinge freundlich und humorvoll anzusprechen. Bei Männern, die sich angewöhnt haben, Frauen nicht ernst zu nehmen, helfen manchmal nur Mittel, die nicht unbedingt dem eigenen Stil entsprechen, gab eine Teilnehmerin aus ihrer Erfahrung bei Nokia in Kairo zu bedenken.“  „Wie sieht eine frauenfreundliche Unternehmenskultur aus?“ aus dem Blogpost von Christine Plass

Jennifer sprach ein paar ganz wunderbare Themen an. Sehr gefallen haben mir ihre Erfahrungsberichte dazu was Verletzlichkeit mit Erfolg zu tun hat. Über ihre Empfehlung zu einem TED Talk zum selben Thema den ich unten gepostet habe, bin ich schließlich zu diesem Blogpost gekommen. Wenn wir uns in einer harten Schale aus Erfolgseifer daran machen die Karrierleiter zu erklimmen, kommen wir leider in die Gefahr das Gefühl für das richtige Maß zu vergessen. Agieren wir aus der Trotz-Position des „Ich will“, vergessen wir zu schnell das viel wichtigere „Ich bin“. 

Was hat das jetzt mit Diversity und den Digital Media Women zu tun? Eine ganze Menge und darüber hinaus nicht nur für diese Themen, denn eines der größten Probleme für die Karriere einer Frau ist die süffisante Nutzung von Sterotypen von Männern ihnen gegenüber, wie Jennifer es auch ansprach in ihrem Talk. Dieses Befeuern des Status Quo scheint mir wie das Nicken von Vertretern eines Old Boys Club zu sein. So wie immer, erhalten, bewahren, ja nichts anders machen. Diese Energie ist ein Innovationskiller für Veränderung und  verhindert Diversity. Und das Gefühl was verbleibt ist ein zermürbendes und schlechtes. 

Ich glaube das es ist wichtig ist, dass zu verstehen auf dem Weg zur Veränderung. Natürlich geht es auch darum anzupacken und manchmal reinzuschlagen, aber wenn man oder in diesem Falle frau schon völlig eingeschüchtert vom Getrommel der Silberrücken um sie herum den Kopf in den Sand steckt, wird es nichts werden. Dagegen ist aber leider auch keine Option. Was wirkt ist mit strahlender Sicherheit und fachlicher Brillanz zu überzeugen. Das geht nur mit Authentizität und wer authentisch sein will, muss zwangsläufig mit der eigenen Verletzlichkeit umgehen. Das ist schwer, aber ich finde es eine ganz großartige Lehre.

„And the last, which I think is probably the most important, is to believe that we’re enough. Because when we work from a place, I believe, that says, „I’m enough,“ then we stop screaming and start listening, we’re kinder and gentler to the people around us, and we’re kinder and gentler to ourselves.“

Brene Brown, Die Macht der Verletzlichkeit

Ich sage also vielen Dank an Maren und Christine für die Orga und natürlich vielen Dank an unseren Gastgeber Nokia, dass nächste Mal sind wir doppelt soviele damit auch das letzte Stück Pizza aufgegessen wird. Ein schöner Einstand in die Netz-Eventwelt in Berlin war das, ich freue mich auf mehr und werde mir jetzt noch einmal den TED Talk von Brene Brown angucken, dass empfehle ich euch auch.

  

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