Der wahre Wert von Social Networks

Wer von euch kennt sie nicht, diese Situation bei der man sich über Kontaktanfragen auf Facebook plötzlich unwohl fühlt oder wenn man noch eine ganze Hand voller offener Anfragen auf Xing liegen hat, weil man sich nicht entscheiden kann sie anzunehmen. In dem heutigen ffluidcast, behandele ich die Frage welchen Wert das digitale Netzwerken überhaupt hat, sage einiges zur Social Network Etikette und warne mit anschaulichen Beispielen vor Facebook Stalkern.

„Getting a Job“ Die persönliche Empfehlung überwiegt klar gegenüber anderen Bewerbungsmethoden.

Es gibt sie zu Hauf, die Netzwerkmuffel die ein gefühltes halbes Jahr für eine Kontaktbestätigung brauchen. In letzter Zeit habe ich immer wieder Gespräche zu dem eigentlichen Wert von online Freundschaften geführt. Wozu das ganze Theater fragten sich so einige. Da habe ich mich wieder einmal vor den Rechner gesetzt und einen Screencast aufgenommen. Und siehe da, es gibt stichhaltige wissenschaftliche Beweise das Facebook-Freundschaften einen wirklichen Wert haben. Mark Granovetter, ein amerikanischer Soziologe fand schon 1974 in einer Befragung heraus, dass soziale Netzwerke mehrheitlich dafür verantwortlich sind das die Menschen eine Arbeitsstelle bekommen.

Die 1974 erschienene Studie „Getting a Job“ aus der Granovetter später die „Weak Tie Theory“ entwickelte, führt anschaulich vor Augen wie wichtig das lockere Netzwerken ist. Das gilt heute natürlich umso mehr mit den Möglichkeiten zur digitalen Klüngelei. Ich habe mich etwas tiefer für euch eingelesen und wertvolle Zitate und weitere Zahlen herausgesucht. Genauso wichtig wie der entspannte Umgang mit Kontaktanfragen ist allerdings auch der Blick auf die Authentizität der Anfragen. Es tummeln sich auch Fake-Accounts in den weiten der sozialen Netzwerke im www. und ich zeige euch wie ihr diese entlarven könnt.

„Das Paradoxon das Bekannte eher bereit sind einem Informationen über einen Job zu geben als enge Freunde liegt daran, dass sie durch die schwache Verbindung nicht unter Druck stehen.“

frei übersetzt: Mark Granovetter, Getting a Job, S. 54

Ich plädiere für einen entspannteren Umgang mit Kontaktanfragen, weniger schwerfälliges Abwägen wofür der Kontakt „gut sein könnte“ und mehr Freude an den vielen Vorteilen die Online Freundschaften mit sich bringen. Durch eine konsequente Pflege eurer Kontakte (seht hierzu diesen Screencast) und einem gesunden Instinkt für tatsächlich sinnlose Anfragen, wird es ein ganzes Stück schöner und vor allem nützlicher im Social Network eurer Wahl. Sehen wir uns dort?

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