Die Freiheit der digitalen Nomaden

Es geht ihnen darum, flexibler und freier zu sein und schneller agieren zu können. Die Leichtigkeit einer minimalistischen Lebensweise zeichnet eine neue Art von Solounternehmern aus, die digitalen Nomaden. Ich habe die Mama und den Papa der Digi-Nomad-Bewegung in Deutschland kennengelernt, Feli und Marcus, Travelblogger, Onlineunternehmer und Gründer der DNX Berlin, der digitalen Nomaden Konferenz die jetzt zum 08. und 09. Mai im Heimathafen Neukölln stattfindet.

In einem geliehenen Wohnzimmer ihrer temporären Unterkunft haben wir uns zum 28. ffluidcast getroffen. Diese Begegnung war mir sogar die Anfertigung eines brandneuen Podcast Intros wert, vielen Dank an mein Bruderherz dafür. Und endlich funzt wieder mein iTunes Stream. Wir besprachen Themen wie den Ursprung des digitalen Nomadentums, warum das weiche Fallen und das Sicherheitsdenken hier in Deutschland ein Problem ist und warum ein modernes Nomadenleben den Kopf frisch und jung hält und gut für’s Geschäft ist.

„Zum einen ist es diese gelebte Freiheit, die nicht nur zum Reisen verwendet wird, sondern auch die Freiheit sich den Tag so zu strukturieren, dass man produktiver ist. Und dann ist es das Mindset, das sich durch das Reisen als digitaler Nomade entscheidend verändert hat. Ich hatte schon immer das Gefühl ich bin als Angestellter in einem Wertsystem gefangen, dass nicht 100% kompatibel ist mit mir. Ich habe früher immer versucht alles zu vereinen, meinen Job, wo ich Vollgas gegeben habe, meinen Sport und die Wochenenden mit Freunden und der Freizeit. Ich war immer unter Strom und das hat sich nicht gesund angefühlt. Das hat sich wirklich verbessert.“

Marcus Meurer, Online Unternehmer

Ich muss zugeben, ich wollte den beiden auch ein paar harte Fragen stellen, wie zum Beispiel ob das digitale Nomadentum nicht nur etwas für eine ganz besondere Art von Mensch ist. Oder ob der Hype berechtigt ist und ob digitale Nomaden nicht dasselbe sind wie reisende Unternehmer, mehr nicht? Allerdings haben mich der Charme der beiden und die Echtheit ihrer Erlebnisse, komplett in den Bann gezogen. So zum Beispiel die schöne Hintergrundgeschichte zu dem Fernsehbericht bei SternTV, für den Feli und Marcus ihre Airbnb-Wohnung leer räumen mussten.

„Ich brauch das Reisen einfach. Denn auch durch das selbständige Arbeiten hier Berlin komme ich immer wieder schnell in Routinen rein. Wenn ich reise, bringt mich das einfach immer wieder auf Zack. Man hat immer wieder einen anderen Blickwinkel, ich finde das kann auch echt das Business voranbringen, einfach mal woanders zu sein. Und sobald ich außerhalb von Deutschland bin, merke ich, dass ich immer mutiger werde. Ich denke dann oft: „Ach, das kannst du ja mal machen oder ich probier auch das mal aus!“

Feli Hargarten, Reisebloggerin

Für mich war es eine ganz wunderbare Podcast-Erfahrung und ich befürchte ich wurde angesteckt. Auch wenn ich meinen nagelneuen Stehschreibtisch gerade heiß und innig liebe, ich könnte durchaus mit viel weniger auskommen, sehr viel weniger. Und wer träumt nicht von einem Leben, bei dem genug Zeit ist die schönsten Strände und Städte zu sehen und dabei trotzdem oder gerade seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Freiheit der digitalen Nomaden ist verlockend, also lasst euch verführen. Ich freue mich riesig auch dabei zu sein als Workshopgeber im Mai und hoffe möglichst viele von euch dort zu treffen. Ich verabschiede mich mit dem Anwärter auf den internationalen Digital Nomads Gruß: „Work Smart and not hard!“.

Shownotes

 

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