Die Zukunft des Crowdsourcing

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Mit Claudia Pelzer saß ich auf der Work in Progress zu einem Kaffee zusammen und habe über ihr Fachgebiet gesprochen, dem Crowdsourcing. Wie ist der aktuelle Stand der Branche? Was ist Claudias Meinung von der Zukunft der Branche? Und was sind die Antworten auf die kritischsten Fragen gegen Crowdsourcing? Den Disclaimer, dass ich bei jovoto arbeite, dem größten Anbieter für Creative Crowdsourcing hierzulande, schiebe ich mal schnell mit ein. Aber ihr könnt unbesorgt zuhören – wir beleuchten die ganze Branche und beantworten dazu noch die kritischsten Fragen die sich Innovation Manager und Marketingentscheider stellen müssen um ihren Chef zu überzeugen Crowdsourcing auszuprobieren. 

Mit Claudia wollte ich schon länger einen Podcast aufzeichnen. Nicht nur wegen ihrer äußerst Podcasttauglichen Stimme, sondern weil sie mit crowdsourcingblog.de die Instanz zum Thema Crowdsourcing in der deutschen Blogossphäre ist. Dementsprechend gehaltvoll war unser Gespräch. So haben wir den Trend und die Themen für die nächsten Jahre der Branche benannt: 

Kuratiertes Crowdsourcing

Die Ideenvielfalt die man bei einem Crowdsourcingwettbewerb mit der Crowd erhält ist sicher gut, aber man braucht einen Intermediär wie eine Abteilung im Unternehmen oder eben eine Plattform die die Ideen evaluiert um damit auch klar zu kommen. Wer treu dem Motto „Wir machen dann mal Crowdsourcing“ arbeitet, der läuft Gefahr von der Tyrannei der Ideen überrannt zu werden.

Plattformübergreifendes Crowdsourcing

Diese Möglichkeit die Claudia als Game Changer im Bereich Crowdsourcing benennt, ist tatsächlich sehr spannend. Man stelle sich vor die Backer einer Kickstarter Kampagne (z.B. die Fans des Veronica Mars Kinofilms, der erfolgreichsten Kickstarter Kampagne bis dato, die 2mio US$ in nur 10h erreichte) können mit einem Klick die Plattform wechseln und zusammen mit den Designern einer anderen Plattform die Kinoplakate entwerfen. Hier ist noch viel möglich, man darf gespannt sein was da noch so kommt. Aber wir sprachen auch über kritischen Themen in Bezug auf Crowdsourcing:

„Aber es wird doch nur einer bezahlt?!“

Mit diesem Ausspruch nähern wir uns der oft gehörten Kritik an Crowdsourcing. Diese Frage folgt einem Unverständnis dahingehend, dass doch die meiste Arbeit der Kreativen auf den Plattformen umsonst getane Arbeit sein müsse, wenn diese nicht bezahlt wird. Neben unseren Erklärungen im Podcast, fällt mir ein hervorragender Artikel auf fastcocreate.com ein, den ich die Tage gelesen habe. Der Titel lautet: „8 ways to win the race for creative talent“ und Punkt zwei beschäftigt sich mit dem deflationären Wert von Geld. Denn es ist in den wenigsten Fällen das Geld das Menschen motiviert etwas zu tun, sondern es geht um Anerkennung, die Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten und nicht zuletzt auch Spaß. Das man das alles schön kaputt macht wenn man einen Preis für die Aufgabe zahlt der deutlich unter Marktwert liegt, ist auch klar. Alles in allem spielt aber die Art der Aufgabe, die Zusammenarbeit in der Community und die Aussicht auf einen fairen Geldpreis eine größere Rolle bei Kreativen auf Crowdsourcing Plattformen, als die Angst davor ausgebeutet zu werden.

Ich sage vielen Dank für diesen Podcast liebe Claudia und euch viel Spaß beim Zuhören.

 

 

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