Die Zukunft des Internet ist lokal

Ali, Chief Revolutionary Officer von protonet

Potzblitz, da sind wir bereits bei Folge No. 6 des ffluid Podcast, ich bin begeistert. Noch mehr freue ich mich aber, dass Ali Jelveh sich diese Woche die Zeit genommen hat mit mir ein intensives Gespräch zu führen. In dieser Folge geht es natürlich um das Baby von Ali, dem Startup protonet das diese wunderbaren orangenen Boxen baut die hier im betahaus überall herumstehen. Die Idee dahinter ist, dass man sich als Agentur, kleines Unternehmen und auch Privatkunde seine eigene Cloud und Miniserver bauen kann. Die protonet Box hat ein Leistungsstarkes WLAN und ist ein NAS und somit Speichermedium für bis zu 16 TB. Besonders cool ist z.B. das man seine eigene Music-Library so auch immer über die Netzwerke und sogar das Internet verfügbar machen kann, man baut sich sozusagen sein eigenes Spotify mit Protonet und AppleTV.

Was mich und Ali in diesem Podcast aber insbesondere interessiert, ist schlichtweg die Zukunft des Internet. Alis Vision davon, wie wir Menschen uns künftig über Technologie vernetzen werden ist brilliant. So werden mit protonet aus den heute eigentlich nur herumstrahlenden WLAN Routern, eigene Sender die sich untereinander vernetzen können. Stellt euch vor aus Nachbarschaften werden wieder echte Gemeinschaften mit Projekten wie Stadteilwerkschaften oder Jugendhäusern wo sich Familien, Singles und Kinder einbringen können. Wie schön wäre es, wenn man die heute noch brachliegenden Fähigkeiten der Menschen die um einen herum wohnen, für das Allgemeinwohl nutzen könnte. Einige werden sagen das gibt es doch schon, was ist mit Kirchen, Vereinen und bestehenden Wohngemeinschaften? Richtig, aber wie so oft ist es die Technologie, die laut Ali als Katalysator für diese bisher kaum vernetzten Gemeinschaften unglaubliches leisten kann. Wenn man nur wüsste das drei Stockwerke über einem ein Architekt wohnt der bei der Planung eines Projektes nur allzu gerne helfen würde?

Ich glaube nicht daran, das die momentane Facebook-Euphorie der Weisheit letzter Schluss ist. Die Relevanz der Plattform ist zweifelsohne hoch und wird noch lange bestand haben, aber nicht mehr als Social Network Monopol. Ich glaube, dass es eine neue Bewegung der Metazentralität geben wird. Damit meine ich, dass wir unsere eigene kleine Cloud haben werden, entweder bei uns im Flur neben dem Telefon oder angemietet bei einem Dienstleister unseres Vertrauens, dem Tante Emma Laden für unsere digitalen Daten etwa.

 jormason.com

Ich finde diese Idee spannend, der Auszug aus meinem Blogpost von Februar den ihr oben lest, geht genau in diese Richtung. Weitergehend würde ich sogar behaupten, dass der Hype um Facebook der jetzt langsam abkühlt und dieses hervorragende Tool um mit den verschiedensten Kontakten und Marken in Kontakt zu kommen eine Frage offen gelassen hat, nämlich wie sozial sind derartige Netzwerke wirklich? Ich möchte nicht auf ein Facebook Bashing aus und in diese Richtung geht der Podcast auch nicht, es ist das Gedankenspiel um die These, das die Zukunft des Internets lokal ist. Was sagt ihr dazu?

Das Internet ermöglichte uns, dass jeder mit jedem kommunizieren kann, aber es verändert sich nichts in unserer unmittelbaren Nähe. protonet soll der Katalysator für die Kommunikation in lokalen Gemeinschaften sein, um diese mit der richtigen Idee zu verändern.

Ali Jelveh, Chief Revolutionary Officer, protonet

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