Smart Business Concepts

Was braucht es wirklich um eine Geschäftsidee erfolgreich zu launchen? Was sind die kritischen Erfolgsgeheimnisse der Unternehmensgründung und wann kann man sagen man hat es geschafft? Heute geht es in meinem ffluidcast um das Gründen mit Smart Business Concepts. Vielen Gründern geht schon nach kurzer Zeit  die Luft aus, die Gründe sind unter anderem mangelnde Aufträge, Überarbeitung und dann kommt auch noch die Steuer. Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg haben einen einfachen Vorschlag für alle die sich angesprochen fühlen: gründet smart, exakt an euren Kompetenzen entlang und zieht alle Register der heute möglichen Flexibilität.

Knapp eine Dreiviertelstunde habe ich mit Ehrenfried Conta Gromberg diese und andere Fragen vertieft. Ich sage es ja an mehreren Stellen im Podcast, ich bin ein riesen Fan der Arbeit zu Smart Business Concepts. Die meisten Gründungsprogramme bieten ein hervorragendes Grundwissen, aber die entscheidenden Fragen zum Was und Wie werden selten beantwortet.

„Wo ist das was ich kann für andere wichtig? Das ist die entscheidende Brücke, der Kompetenzpunkt eines Smart Business Concepts.“

Ehrenfried Conta Gromberg

Ich bin sehr dafür, dass wir das Thema der Gründung hierzulande sehr viel strukturierter angehen. Damit meine ich keineswegs strukturiert wie kleinlich und mit 50 Seiten Businessplan, sondern mit grundsätzlichen Fragen wie z.B. ob und wann eine Gründung zu mir und meinen Lebensumständen passt und welche Fähigkeiten ich als Gründer haben und einbringen sollte. Nach meinem Dafürhalten ist noch viel zu viel mystischer Nebel in der Luft der Startupwelt. #entrepreneurship #venturecapital #stealthmode #I’m-a-CEO-bitch. Ich weiß nicht, es geht sehr viel smarter als uns es die eine oder andere Legende der Internet Startups glauben machen will.

„Schon wieder nen Portal, schon wieder ne App, irgendwie schon wieder etwas das mit Internet und mit Anmelden und mit Userdaten zu tun hat. Da muss ich langsam sagen, dass ich glaube das eine Saturierung erreicht ist. Einfach so eine Million für Entwicklungskosten rauszuballern, ich weiß nicht ob das überhaupt in irgendeiner Form smart ist.“

Jörn Hendrik Ast

Natürlich braucht es Kapital, wenn man z.B. Hardware herstellen will wie protonet und es ist mehr als gut wenn dieses Kapital zusammenkommt, aber Brigitte und Ehrenfried setzen einen Schritt vorher an. Bei Smart Business Concepts geht es darum ein Geschäft so aufzubauen, dass man nicht gleich mit Haut und Haaren darin versinkt. Ich würde sogar soweit gehen und das Programm als bessere four hour work week bezeichnen. Denn im Gegensatz zu Timothy Ferris liefern Ehrenfried und Brigitte klare Antworten statt Motivations-Trubel.

Ich freue mich für dieses Blog und für meine treuen Leser zwei Probeexemplare zur Verfügung gestellt bekommen zu haben, wenn ihr also gerade überlegt zu Gründen oder auch einfach wenn euch das Posting samt Podcast angesprochen hat, hinterlasst mir einen kurzen Kommentar, ich lose die glücklichen Gewinner bis 31.12.2012 aus und schreibe euch an.

Hiermit verabschiede ich mich in die Weihnachtsferien, ihr bekommt sicher einiges auf Twitter oder Facebook von mir zu lesen, aber bis dahin euch allen ein friedliches Weihnachtsfest und kommt gut rein ins neue Jahr 2013! Whohooo!

Shownotes:

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20 Comments

  • Torsten
    22. Dezember 2012 at 22:23  - Reply

    „Kopf schlägt Kapital“, der Slogan von Prof. Faltin, bringt es aus meiner Sicht sehr schön auf den Punkt. Eine von anderen bereits realisierte Idee (z.B. eine App) mit viel Geld und einer Schar Praktikanten zu kopieren, ist wie Skifahren bei Sonnenschein. Aber auch dabei bricht sich ja hin und wieder der ein oder andere ein Bein.

    • Jormason
      22. Dezember 2012 at 23:13  - Reply

      Perfekt! (:
      Dank dir für deinen Kommentar. Ja der Prof. Faltin wurde ja mit der Teekampagne auch hinreichend erwähnt von uns im Podcast. Ich freue mich auf die nächsten Teekampagnen. Vergleichbar finde ich ja Startupideen wie myMuesli, Coffee Circle oder auch Fastbill, alle haben sich auf Produkte, Themen spezialisiert. Es bleibt in jedem Fall noch so einiges zu tun finde ich, mehr smarte Beispiele bitte.

  • Torsten
    22. Dezember 2012 at 23:40  - Reply

    Bin sehr gespannt, ob Waschmittelkampagne auch so ein Erfolg wird. Die Idee verdient wirklich Respekt.

    • Ehrenfried Conta Gromberg
      26. Dezember 2012 at 20:03  - Reply

      Wir haben mit Rafael Kugel gesprochen (http://www.ratiodrink.de/). Sein Clone der Teekampagne mit Fruchtsaftkonzentraten zeigt: Die Teekampagne ist wiederholbar. Es gibt Prinzipien, die wirtschaftlich funktionieren und smart sind. Ratiodrink ist zwar eine Kopie, aber nicht die Kopie des Business eines anderen, sondern die Kopie eines Geschäftsmodelles. Also einer Vorgehensweise. Deswegen sprechen wir auch von „Konzepten“.

  • Peter
    24. Dezember 2012 at 10:34  - Reply

    Also, ich finde Smart Concepts eine wunderbare Idee. Genau mein Ding. Alleine smart starten. Ein Concept das am Ende selbst läuft. Etwas was skalierbar ist. Ein Concept was man von jedem Ort auf der Welt steuern kann. Man(n) muss nicht anwesend sein. Man ist unabhängig. Fantastisch! Aber, was könnte das für eine Idee sein? Und daran scheitere ich gerade auch. So eine Idee ist nicht gerade mal so aus dem Handgelenk geschüttelt. Und so ein Alltag hat einen schnell erfasst, das man aus dem Tritt der Ideefindung kommt. Denn es muss schließlich eine Idee sein, von der man 100% überzeugt ist. Eine Idee, die den inneren Motor antreibt, weiter zu machen. Bis sie umgesetzt ist. Ob ich auch diese Idee finde?

    • Jormason
      25. Dezember 2012 at 12:46  - Reply

      Oh da bin ich mir sicher. Das Buch liefert so viele gute Beispiele, da ergibt sich die Idee zumindest in der Richtung schonmal viel leichter. Für den weiteren Schritt empfehle ich ja ein Coaching mit Ehrenfried und Brigitte, mir hat das sehr geholfen.

      • Martin
        25. Dezember 2012 at 20:53  - Reply

        Zu allererst kann ich nur vollends zustimmen: SMART-Business ist ein super interessantes Konzept. In mir ging sofort die Denkmühle auf Tour und hat angesprochene Aspekte bei mir abgeklopft. Gefunden hab ich spontan zumindest nichts.
        Was in meinen Augen schwierig ist, ist die Generalisierung dieser Ansätze, genauso wie Lean Startup, SMART-Business, 4-Stunden Woche,… Sie haben alle ihr absolute Berechtigung, sind jedoch gesellschaftlich sehr schwierig wenn jeder danach handeln möchte – Businessideen, die im Schaukelstuhl überall auf der Welt funktionieren sind in ihrer Anzahl begrenzt, können wie am Beispiel Ferris zu eine Art Ausbeutung anderer führen, usw.. Es ist wichtig das in jedem Hype auch die Schattenseiten bzw. Grenzen, die zweifelsohne jedem Konzept zugehörig sind, zumindest kurz mit betrachtet und diskutiert werden, besonders von den Autoren selbst. Das ist Teil jeder wissenschaftlichen Arbeit und Zeugnis einer ganzheitlichen Betrachtung.
        P.S. tolle Inspiration lieferst du hier Jörn, danke!

        • Jormason
          26. Dezember 2012 at 10:15  - Reply

          Martin, einen sehr wichtigen Punkt sprichst du an. Danke für deinen Kommentar. Müsste mich ein wenig reindenken, aber deinen Punkt aufgreifend würde ich sagen, dass die Ausbeutung durch das Smart eingedämmt wird.

          Wer zuerst im Lean-Modus fährt, seinen alten Job noch behält und erst Stück für Stück in das Unternehmertum reinwächst vermeidet mehrere Punkte: die eigene Ausbeutung durch Überarbeitung und den Druck dringend verdienen zu müssen, Ausbeutung anderer mit diesem Druck wie Mitarbeiter und Angehörige durch Startup typische Überstunden und Hackathons am Wochenende und das Verbrennen von Geld in der Experimentierphase der ersten Jahre weil man als Unternehmen mit Mitarbeitern die Entwicklungsphasen der Geschäftsidee durchmacht die in jedem Fall kommen.

          Damit ist umgedreht einiges von den Schattenseiten gesagt. Ich hoffe aber das dich das Nachdenken zu deinem Smart Business Concept mehr beschäftigt! (:

          • Martin
            3. Januar 2013 at 23:03 

            Vielleicht bin ich nicht weit genug im Thema. Um auf deine Argumentation einzugehen – selbst um ein SMART Business aufzubauen, muss derjenige ebenfalls viel Arbeiten und Überstunden machen, und selbst dabei kann man sich seinem Weg nicht sicher sein und steckt eine Zeitlang ebenfalls in einer Experimentierphase.

            Nichts desto trotz finde ich den SMART-Ansatz sehr interessant und überlege mir das Buch durchaus mal zu Gemüte führen.
            Was sagst du zu dem Kommentar von Marcus Kubiciel?

          • Jormason
            3. Januar 2013 at 23:23 

            Das freut! Auslosung sollte heute schon stattfinden, aber ich war einfach zu lang im Office heute. Wird flux nachgeholt morgen.
            Marcus Kommentar? Hab ich was verpasst?

        • Ehrenfried Conta Gromberg
          26. Dezember 2012 at 20:24  - Reply

          Hallo Martin,

          Deine Rückfrage können wir gut verstehen. Deine Frage ist ja: Was wäre, wenn alle ein Smart Business gründen? Würde es dann der gesamten Gesellschaft schlechter gehen? Dieser Generalisierung würden wir auch entgegentreten. Es geht nicht darum, dass alle ein Smart Business betreiben, aber darum, dass es viel mehr könnten, als es bisher der Fall ist.

          Zwei Punkte zu den Smart Business Concepts:

          Erstens: Wenige Menschen werden den Weg eines Smart Business Concept gehen. Schon deswegen, weil viele mit anderen in einem Raum zusammenarbeiten wollen. Der direkte soziale Kontext ist ihnen wichtiger als ihre eigene unternehmerische Freiheit. Von daher wird es nach wie vor mehr als genug klassische Firmen geben, die „normale“ Arbeitsplätze stellen. Darüber hinaus wird es weiterhin den Dritten Sektor geben, der dann „Teilhabe“ ermöglicht, wenn klassische Firmen das nicht schaffen (auf die Debatte mit der Inklusion gehe ich jetzt einmal nicht ein). Viele können ein Smart Business Concepts gründen. Niemand muss es tun. Wenn es aber jemand tut, ist dies für uns wie ein Regenwurm in der Muttererde. Er lockert das gesamte Geschehen auf …

          Der zweite Aspekt scheint uns noch wesentlicher:

          Was löst die Probleme unserer Gesellschaft? Unsere Meinung: Bessere und innovativere Unternehmer (mit innovativer meinen wir dabei nicht „technisch ausgefuchster“); ökologischere, nachhaltigere Lösungen und ein Wachstum der Eigenverantwortlichkeit. Und hier sind wir uns sehr sicher: Smart Business Concepts werden eher die Kurve in gute Lösungen finden, als die Lösungen aus klassischen Firmen. Wir glauben, dass eigene Produktivität im tiefsten Sinne sozial ist: Ein Mensch, der in eigener Verantwortung ein Smart Business aufsetzt, schafft in seinem Umfeld mehr Eigenverantwortung bei seinen Kooperationspartnern, als dies ein klassisches Hierachie-Unternehmen schafft. Eine andere Sache ist, was ein erfolgreicher Smart Business Entrepreneur mit seiner Freizeit und seinem Geld macht. Wer mit seinem erwirtschafteten Geld nur große Uhren, fette Urlaube und noch größere Autos kauft, hat es in unseren Augen nicht verstanden. Hier kommt die Eigenverantwortung ins Spiel: Wie verbrauche ich Dinge? Was gebe ich der Gesellschaft zurück?

          Unter dem Strich glauben wir, dass Menschen, die sich wirtschaftlich auf die eigenen Füße stellen, mehr Möglichkeiten zu sozialen Querverbindungen schaffen.

  • Martin
    3. Januar 2013 at 23:42  - Reply

    Danke für euren Kommentar. Beide Aspekte sind nachvollziehbar. Ob nun allgemein jeder der ein SMART Business betreibt ein verantwortungsvollerer Mensch ist, bezweifel ich allerdings stark. Es kommt auf den Menschen selbst an wie er mit Geld umgeht. Pauschal zu sagen smarte Unternehmer handeln verantwortlicher wäre zu beweisen.
    Selbst herkömmliche Firmen handeln oftmals gesellschaftlich verantwortlich, ökologisch und nachhaltig. Gerade aufgrund verändertem Konsumverhalten (Thema Cause Economy) ist die Bedeutung verantwortlichen Handelns für Unternehmen größer denn je. Damit verändert sich im gesamten Wirtschaftsraum enorm viel – Eigenverantwortung wächst und klassische Hierarchien werden zusehends durch innovative Organisationstrukturen ersetzt.

    Das viel mehr Leute ein SMART Business betreiben könnten stimme ich zu. Jedoch sollte man in meinen Augen, wie oben bereits geschrieben, eben in jeder Diskussion über tolle neue Ansätze, die es schon immer gab und mittlerweile mit einem Namen versehen und analysiert wurden, immer auch die Schattenseiten und Grenzen zumindest kurz angesprochen werden. Darauf geht ihr in eurer Antwort nicht ein.

  • Jormason
    5. Januar 2013 at 13:43  - Reply

    So Ihr Lieben. Vielen Dank für eure Kommentare und das Sharen des Beitrages. Die Gewinner sind….Trommelwirbel….Torsten (der erste Torsten/Faltin Zitat) und Peter. Das Beweisfoto der Ziehung seht ihr hier: http://instagram.com/p/UGjHzlsuM7/

    :)
    Bücher gehen euch zu, melde mich gleich per Mail bei euch!
    Martin und Thorsten euch auch vielen Dank, ihr bekommt einen Trostpreis von mir, ebenfalls per Mail!
    :)

    • Jormason
      22. Februar 2013 at 09:07  - Reply

      Jajaja Großartig! Das freut mich wirklich sowas von. Podcast, Autofahrt, Idea to Action. Das soll das Ganze hier bewirken. (:

      Ich bin begeistert.

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